„Was kostet eine Website?“ – diese Frage hören wir jede Woche. Und die ehrliche Antwort lautet: zwischen 0 und 50.000 Euro. Das klingt nach einer Nicht-Antwort, aber dahinter steckt Logik. Die Kosten hängen von drei Faktoren ab: der gewählten Methode (Baukasten, WordPress oder Individualentwicklung), dem Umfang Ihres Projekts und dem Grad der professionellen Unterstützung. In diesem Beitrag schlüsseln wir alle Kosten realistisch auf – mit konkreten Zahlen für 2026.
Website-Kosten 2026 – der Überblick
🧩 Baukasten (Wix, Squarespace, Jimdo): 150–600 € / Jahr all-inclusive – günstig, aber eingeschränkt
🔧 WordPress mit Agentur: 2.500–12.000 € einmalig + 300–1.200 € / Jahr laufend – das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für KMU
💻 Individuelle Entwicklung: 10.000–50.000 €+ einmalig – für komplexe Applikationen und Sonderanforderungen
📌 Entscheidend: Nicht der Preis allein, sondern der Return on Investment bestimmt die richtige Wahl
⚠️ Versteckte Kosten: DSGVO-Konformität, Barrierefreiheit (BFSG), Content-Pflege und E-Mail-Postfächer addieren sich schnell

In 4 Schritten: So schätzen Sie Ihre Website-Kosten realistisch ein
Bevor Sie Angebote einholen, sollten Sie Ihr Projekt einordnen können. Diese vier Schritte helfen Ihnen, eine realistische Kostenschätzung zu erstellen – unabhängig davon, welche Methode Sie am Ende wählen.
Schritt 1: Umfang und Seitenanzahl definieren
Die Seitenanzahl ist der stärkste Kostentreiber. Eine typische Unternehmenswebsite hat 5–8 Seiten (Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt, ggf. Blog). Jede zusätzliche Seite – etwa separate Leistungsseiten, Standortseiten oder Landingpages – erhöht den Aufwand bei Design, Text und SEO.
Faustregel: 5–8 Seiten = Standard, 10–20 Seiten = erweitert, 20+ Seiten = umfangreich. Für Handwerksbetriebe reichen in der Regel 5–8 Seiten. Für Dienstleister mit vielen Leistungsbereichen oder mehreren Standorten sind 10–15 Seiten realistisch.
Schritt 2: Funktionale Anforderungen klären
Funktionen jenseits einer einfachen Informationsseite treiben die Kosten nach oben. Klären Sie vorab: Brauchen Sie ein Kontaktformular (Standard, in jeder Website enthalten), einen Blog (moderater Zusatzaufwand), eine Terminbuchung (Plugin oder Drittanbieter-Integration), einen Online-Shop (WooCommerce, erheblicher Zusatzaufwand) oder Mehrsprachigkeit (Plugin wie WPML, deutlicher Zusatzaufwand)?
Schritt 3: Inhalte bewerten – erstellen oder liefern?
Texte und Bilder sind ein oft unterschätzter Kostenblock. Wenn Sie keine eigenen Texte mitbringen, müssen diese erstellt werden – entweder von Ihnen selbst, einem Texter (80–250 € pro Seite) oder der Agentur. Dasselbe gilt für Bilder: Stockfotos (5–50 € pro Bild) sind günstiger, eigene Fotografie (ab 500 € pro Shooting) überzeugender.
💡 Praxistipp: Texte vorbereiten spart Geld
Wenn Sie Ihre Texte selbst schreiben oder zumindest Stichpunkte liefern, sparen Sie bei einer Agentur oft 500–2.000 €. Schreiben Sie für jede Seite: Was bieten wir an? Für wen? Was unterscheidet uns? Das reicht als Grundlage für professionelles Copywriting.
Schritt 4: Laufende Kosten einplanen
Eine Website verursacht laufende Kosten – egal ob Baukasten oder WordPress. Planen Sie mindestens diese Posten ein: Domain (8–15 € / Jahr), Hosting (5–50 € / Monat), SSL-Zertifikat (meist kostenlos), Wartung und Updates (bei Agentur: 50–300 € / Monat), Premium-Plugins (50–300 € / Jahr) und Content-Pflege (2–5 Stunden / Monat eigener Zeitaufwand oder Agenturkosten).
Option 1: Baukasten (Wix, Squarespace, Jimdo)

Baukästen bündeln Domain, Hosting, Editor und Templates in einem monatlichen Abo. Der Einstieg ist schnell, die Bedienung intuitiv – dafür sind Design, SEO und Erweiterbarkeit eingeschränkt.
| Tarif | Monatlich | Jährlich | Enthalten |
|---|---|---|---|
| Einstieg (Portfolio, Blog) | 12–17 € | 144–204 € | Domain, SSL, Basis-Templates |
| Business (kleine Unternehmen) | 25–40 € | 300–480 € | + erweiterte Designoptionen, Werbefreiheit |
| Commerce (Online-Shop) | 33–50 € | 396–600 € | + Shop-Funktionen, Zahlungsabwicklung |
Geeignet für: Freelancer, Portfolios, Vereine oder Unternehmen, die eine einfache Online-Visitenkarte brauchen. Nicht geeignet für: Projekte mit SEO-Ambitionen, individuellem Design oder Wachstumsplänen. Einen tieferen Vergleich finden Sie in unserem Beitrag WordPress oder Wix.
⚠️ Die Baukasten-Kostenfalle
Baukästen wirken monatlich günstig, aber auf 3–5 Jahre summieren sich die Gebühren. Noch teurer wird es, wenn Sie die Plattform wechseln wollen: Wix-Websites lassen sich nicht exportieren. Sie fangen bei einem Umstieg auf WordPress effektiv von vorn an – Design, Inhalte und SEO-Rankings inklusive.
Option 2: WordPress mit professioneller Umsetzung
WordPress ist mit über 42 % Marktanteil das meistgenutzte CMS weltweit. Die Software selbst ist kostenlos – Kosten entstehen durch Hosting, Theme, Plugins und die Umsetzung durch eine Agentur oder einen Freelancer.
| Projekttyp | Einmalig | Laufend / Jahr | Typischer Umfang |
|---|---|---|---|
| Einfache Unternehmenswebsite | 2.500–5.000 € | 300–1.200 € | 5–8 Seiten, Kontaktformular, responsive, SEO-Grundlagen |
| Erweiterte Website mit Blog | 5.000–12.000 € | 800–2.500 € | 10–20 Seiten, individuelles Design, Performance-Optimierung |
| WooCommerce Online-Shop | 6.000–20.000 € | 1.200–4.000 € | Shop-Konfiguration, Zahlungsanbindung, ggf. Warenwirtschaft |
| WordPress DIY (Eigenbau) | 0–500 € | 100–300 € | Kostenloses Theme, eigene Einrichtung, SEO-Risiken |
WordPress ist die richtige Wahl für Unternehmen, die eine skalierbare, SEO-optimierte Website mit voller Kontrolle über Design, Inhalte und Technik benötigen – von Handwerksbetrieben über Dienstleister bis zu E-Commerce-Projekten. Die aktuelle WordPress-6-Generation bietet mit Full Site Editing und dem Block-Editor Gestaltungsmöglichkeiten, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren.

Option 3: Individuelle Webentwicklung
Eine individuell programmierte Website wird ohne CMS von Grund auf entwickelt – mit Frameworks wie Next.js, Laravel oder Nuxt.js. Diese Option kommt bei komplexen Web-Applikationen, SaaS-Produkten oder Unternehmen mit hochspezifischen Anforderungen zum Einsatz.
| Projekttyp | Einmalig | Laufend / Jahr |
|---|---|---|
| Einfache individuelle Website | 10.000–20.000 € | 2.000–6.000 € |
| Komplexe Web-Applikation | 20.000–50.000 €+ | 6.000–60.000 € |
Individuelle Entwicklung lohnt sich, wenn Standardlösungen nicht ausreichen – etwa bei Plattformen mit eigener Benutzerlogik, komplexen Schnittstellen oder besonderen Performance-Anforderungen. Für die meisten Unternehmenswebsites ist WordPress die kosteneffizientere Wahl.
Der große Kostenvergleich auf einen Blick

| Kategorie | Baukasten | WordPress (Agentur) | Individuell |
|---|---|---|---|
| Einmalige Erstellung | 0 € (im Abo) | 2.500–12.000 € | 10.000–50.000 €+ |
| Laufende Kosten / Jahr | 150–600 € | 500–4.000 € | 2.000–60.000 € |
| Gesamtkosten 3 Jahre | 450–1.800 € | 4.000–24.000 € | 16.000–230.000 € |
| SEO-Kontrolle | ⚠️ Eingeschränkt | ✅ Vollständig | ✅ Vollständig |
| Skalierbarkeit | ❌ Gering | ✅ Hoch | ✅ Maximal |
| Datenportabilität | ❌ Nicht möglich | ✅ Jederzeit migrierbar | ⚠️ Stack-abhängig |
| Barrierefreiheit (BFSG) | ⚠️ Eingeschränkt steuerbar | ✅ Voll umsetzbar | ✅ Voll umsetzbar |
💡 Unsere Empfehlung
Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen bietet WordPress das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die einmalige Investition amortisiert sich durch niedrigere laufende Kosten, volle SEO-Kontrolle und unbegrenzte Erweiterbarkeit. Baukästen eignen sich als schneller Einstieg für einfache Projekte, individuelle Entwicklung für Spezialanforderungen, die kein Standard-CMS abdeckt.
Praxisbeispiel: Was eine typische Handwerker-Website kostet
Ein konkretes Beispiel macht die Zahlen greifbarer. Eine typische Website für einen Handwerksbetrieb in der Region Fürstenfeldbruck umfasst:
| Posten | Kosten (ca.) |
|---|---|
| WordPress-Setup mit professionellem Theme | 500–800 € |
| Design-Anpassung und Seitenaufbau (6 Seiten) | 1.200–2.500 € |
| Texterstellung und SEO-Optimierung | 600–1.200 € |
| Kontaktformular, Google Maps, Cookie-Banner | 200–400 € |
| Local SEO-Grundlagen (Google Profil, Keywords) | 300–600 € |
| Gesamt einmalig | 2.800–5.500 € |
| Hosting + Wartung / Jahr | 500–1.200 € |
Bei einem durchschnittlichen Auftragswert von 1.000–3.000 € reichen ein bis zwei zusätzliche Kunden pro Monat, um die Investition innerhalb von drei bis sechs Monaten zu amortisieren. Das ist der ROI, der bei der Kostendiskussion oft zu kurz kommt.
Versteckte Kosten: Was die meisten vergessen
Neben den offensichtlichen Positionen gibt es Kosten, die regelmäßig übersehen werden:
DSGVO-Konformität: Cookie-Consent-Lösungen wie Borlabs Cookie (ab 49 € / Jahr) oder Real Cookie Banner sind für deutsche Websites verpflichtend. Dazu kommen Datenschutzerklärung und Impressum – am besten durch einen spezialisierten Anbieter oder Anwalt erstellt.
Barrierefreiheit (BFSG): Seit dem Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes im Juni 2025 müssen viele Unternehmen ihre Websites barrierefrei gestalten. Die nachträgliche Anpassung kostet 500–5.000 € – wer von Anfang an barrierefrei plant, spart diese Kosten.
E-Mail-Adressen: Professionelle E-Mail-Adressen (info@ihredomain.de) kosten 1–5 € pro Postfach und Monat. Bei Baukästen oft nur über Drittanbieter verfügbar.
Content-Pflege: Eine Website, deren Inhalte veralten, verliert an SEO-Sichtbarkeit. Rechnen Sie mit 2–5 Stunden pro Monat für Inhaltspflege – oder beauftragen Sie eine Agentur damit.
Fördermöglichkeiten: Der Digitalbonus Bayern fördert Digitalisierungsprojekte mit bis zu 50 % (max. 7.500 €) – aber Standard-Websites sind ausdrücklich ausgeschlossen. Förderfähig werden Projekte erst, wenn sie betriebliche Prozesse digitalisieren (z. B. Kundenportal mit ERP-Anbindung).
⚠️ Der teuerste Fehler: Eine günstige Website, die nicht funktioniert
Eine Website für 500 €, die bei Google nicht gefunden wird, keine Anfragen generiert oder auf dem Smartphone schlecht aussieht, kostet am Ende mehr als eine durchdachte Investition von 3.000–5.000 €. Rechnen Sie nicht in Website-Kosten, sondern in Kosten pro gewonnenem Kunden – dann wird die Perspektive eine andere.
Häufig gestellte Fragen zu Website-Kosten
Was kostet eine einfache Website für ein kleines Unternehmen?
Bei einer WordPress-Agentur zwischen 2.500 und 5.000 € einmalig, zuzüglich 300–1.200 € / Jahr für Hosting, Wartung und Updates. Mit einem Baukasten kommen Sie günstiger weg (150–480 € / Jahr), haben aber deutlich weniger Kontrolle über Design, Performance und SEO.
Baukasten oder WordPress – was ist langfristig günstiger?
Auf 3–5 Jahre gerechnet ist WordPress in vielen Fällen günstiger. Die monatlichen Baukasten-Gebühren summieren sich, während WordPress nach der einmaligen Erstellung mit moderaten laufenden Kosten betrieben werden kann. Einen detaillierten Vergleich finden Sie in unserem Beitrag WordPress oder Wix.
Was kostet eine Website-Wartung pro Monat?
Professionelle WordPress-Wartung (Updates, Backups, Sicherheits-Monitoring, Performance-Checks) kostet bei einer Agentur zwischen 50 und 300 € / Monat. Managed WordPress Hoster wie Raidboxes nehmen Ihnen einen Teil davon ab.
Welche laufenden Kosten hat eine WordPress-Website?
Hosting (15–50 € / Monat), Domain (10–15 € / Jahr), Premium-Plugins (50–300 € / Jahr), optional ein Wartungspaket (50–300 € / Monat) und ggf. Kosten für Content-Erstellung oder SEO-Betreuung.
Kann ich eine professionelle Website selbst erstellen?
Technisch ja – mit WordPress und einem Page Builder wie Elementor können auch Einsteiger eine Website bauen. Die Qualität bei Design, SEO und Performance bleibt aber oft hinter einer professionellen Umsetzung zurück. Einen Einstiegsleitfaden finden Sie in unserem Beitrag Webdesign für Anfänger.
Gibt es Fördermöglichkeiten für die Website-Erstellung?
Der Digitalbonus Bayern fördert Digitalisierungsprojekte mit bis zu 50 % – Standard-Websites sind aber ausgeschlossen. Förderfähig werden Projekte erst bei Prozessdigitalisierung (z. B. Kundenportal mit ERP-Anbindung).
Wie schnell amortisiert sich eine professionelle Website?
Das hängt von Ihrem Auftragswert ab. Ein Handwerksbetrieb mit einem durchschnittlichen Auftrag von 2.000 € amortisiert eine 4.000-€-Website durch zwei zusätzliche Aufträge. Bei konsequentem Local SEO ist das innerhalb weniger Monate realistisch.
Was Ihre Website kosten wird – wir sagen es Ihnen ehrlich
Die Frage „Was kostet eine Website?“ lässt sich nicht pauschal beantworten – aber mit den vier Schritten oben können Sie Ihr Projekt realistisch einordnen. Entscheidend ist nicht der niedrigste Preis, sondern das Verhältnis aus Investition und Ergebnis.
Wir bei Faceline Media beraten Unternehmen ehrlich und transparent zu den Kosten einer professionellen Website. Ob WordPress-Projekt, Handwerker-Website oder umfangreicher Relaunch – wir finden die Lösung, die zu Ihrem Budget passt. Und wir nennen Ihnen die Kosten vorab, nicht hinterher.
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